Rajasthan

2. Tag: Mandawa - Nawalgarh - Mandawa

Wie schon gesagt: Nach dem gestrigen langen Tag ließ uns Pammy erst um 8 Uhr wecken; Frühstück 8.30 Uhr,

9.30 Uhr Abfahrt nach Nawalgarh.

 

Vorher machte ich noch ein paar Aufnahmen vom Hotel

und stieg auch mal auf den Turm des Hotels, um die Stadt von oben zu sehen.

Mandawa und Nawalgarh liegen im Shekhavati-Gebiet, einer Halbwüsten-Region, die ihren Namen vom

Rajputenfürsten Rao Chekha hat.

Nawal Singh machte im Jahre 1737 das bereits bestehende Dorf zu seiner Residenz, eben "Nawalgarh" und befestigte es mit einem Fort und einer Stadtmauer. Unter deren Schutz ließen sich Kaufleute nieder, die dann ihre schön bemalten Familiensitze (Havelis) errichteten.

Leider ist meist von der alten Pracht nicht viel übriggeblieben, denn die Kaufmannsfamilien sind weggezogen (andere Städte boten bessere Verdienstmöglichkeiten); die Häuser gehören zwar noch ihnen, werden aber von Verwaltern betreut, die oft nicht viel Interesse daran haben, die alten Gebäude zu erhalten.

Nur z. B. an Tor-Innenbemalungen, die vor Sonne und Feuchtigkeit geschützt waren, sieht man noch die alte Pracht:

Pammy zeigte uns dann das wahre Leben in einer indischen Kleinstadt und auf seinem Markt.

Und ich lernte aus schmerzlicher Erfahrung, dass "heilige" Kühe ganz schön unheilig sein können. Ich kam wohl einer zu nahe, da nahm sie Anlauf und stieß mich in den Bauch. Zum Glück war es eine kleine Kuh, und der Schaden bestand vor allem im Schreck.

Leider werden auch hier die Havelis vernachlässigt.

Unser Mittagessen nahmen wir wieder im Hotel ein, und um 16 Uhr trafen wir uns wieder zur Besichtigung von Mandawa (ca. 60.000 Einw.).

 

1765 ließ Sardul Singh ein Fort und eine Stadtmauer bauen und stellte damit die Weichen zur Entwicklungeiner Handelsniederlassung.

Hauptsache, den Tempeln geht es gut.

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