Rajasthan

Essen und Trinken

Natürlich weiss jeder, der nach Rajasthan fährt, dass es dort nordindisches und kein deutsches Essen gibt.

Deshalb ging mir die Jammerei mancher Mitreisender: "Warum gibt es denn hier keine richtigen Salzkartoffeln?" manchmal so richtig auf den Geist.

 

Unser Reiseleiter warnte uns gleich zu Beginn der Reise, niemals "scharf gewürzt" zu bestellen, denn in Indien bedeute das etwas anderes als in Deutschland, und wir würden das dann unter keinen Umständen vertragen. So frage ich auch in hiesigen indischen Restaurants bevor ich etwas bestelle: "Indisch scharf oder deutsch scharf?"

 

Im allgemeinen gab es in den guten Hotels, die wir bewohnen durften, morgens und abends Essen vom Buffet.

Und da wir ja auf unserer Rundreise normalerweise nur 1 - 2 Nächte in einem Hotel waren, gestaltete sich das

Essen sehr abwechslungsreich.

 

Natürlich gibt es am Morgen keine frischen Brötchen, wie wir sie kennen, aber die gibt es auch im europäischen Ausland nur selten.

Das Frühstück könnte man als eine indische Variante des englischen Frühstücks bezeichnen. Es gab immer frisch zubereitetes Omelette, Rührei, Spiegelei; wobei das Omelette masala, also nach indischer Art gewürzt, nicht nach jedermanns/fraus Geschmack sein dürfte.

Tee - je nach Geschmack black oder den nach indischer Art - Chai masala, zog ich nach ein paar Versuchen dem Kaffee, der meist Pulverkaffee war, vor. Wobei der Chai masala, der mit Kardamom, Zimt, Ingwer, Nelken gewürzte und mit Wasser und Milch gekochte Tee nach indischer Art je nach Zubereitung immer wieder anders schmeckte.

 

Besonders gewöhnungsbedürftig waren die Fleischgerichte (mit Huhn oder Lamm). Meist waren diese sehr knochig. Denn das Fleisch wird nicht wie bei uns planmäßig zerteilt, sondern willkürlich zerhackt. Nur bei Tandoori-Gerichten war das anders. Aber darüber zu jammern brachte diejenigen unter uns auch nicht weiter. Sowas muss man einfach hinnehmen.

 

Um nochmal auf Kartoffeln zurückzukommen: Es gibt Kartoffelgerichte, nur eben keine "Salzkartoffeln"; aber sehr wohlschmeckend zubereitete Kartoffeln, die als Gemüse angesehen werden. Aber auch das ist im europäischen Ausland manchmal so zu finden.

Gemüse gibt es in unzähligen Variationen. Und immer auch dal - Linsen in verschiedenen Farben; aber meist scharf.

 

Fladenbrot - plain naan - gibt es immer frisch zubereitet zu allen Mahlzeiten.

 

Bier gibt es in Flaschen zu 0,635 l; in manchen Hotels fand ich auch Flaschen zu 0,333 l auf der Karte - aber es gab es nie wirklich. Und da mir oft diese große Flasche Bier zu viel war, ging ich dann dazu über, indischen Rum mit Cola zu trinken. Der indische Rum ist wirklich zu empfehlen.

 

Wein ist teurer, wird auch in Indien angebaut, wurde aber nur sehr selten getrunken. Dort in Rajasthan aber nach französischem Wein zu fragen - wie es eine Mitreisende tat - ist doch etwas übertrieben. Sicher gibt es in Delhi oder Mumbai Restaurants der gehobenen Kategorie, die so was führen, aber nicht "auf dem Land".

 

Wasser und Cola bezogen wir von unserem Reiseleiter bzw. dessen Adlatus im Bus für 20 bzw. 30 Rps die Liter-Flasche. Das wird wohl allgemein in den Reisegruppen so gehandhabt.

 

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